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Oltnerin gewinnt Kabarett-Casting

Autor : Franziska Monnerat – Do, 31.05.2018

Lisa Christ setzte sich im Finale gegen ihre beiden männlichen Konkurrenten durch und gewinnt den Förderpreis in der Höhe von 10'000 Franken.

«Erinnern Sie sich noch an Ihren 16. Geburtstag?», fragte Lisa Christ das Publikum am Anfang ihres Auftritts. Danach begann sie darüber zu sinnieren, was sich seither verändert hat. Anstatt literweise Wodka runterzuschütten, nippe sie den ganzen Abend an einem Glas Weisswein. Anstatt die ganze Nacht zu tanzen, suche sie sich im Club einen Stuhl mit Lehne. Mit Bedauern stellte die 27-Jährige fest, dass ihre Götter Faulheit, Feiern und Fett auch im Freundeskreis an Bedeutung verlieren. Während die einen dem Fitness- und Gesundheitswahn verfallen, gründen die anderen eine Familie. Ihre Erkenntnisse teilte Christ, die seit über zehn Jahren an Poetry Slams teilnimmt und vor kurzem ihr erstes Buch veröffentlicht hat, in rasend schnellem Tempo.

Gemächlicher ging es bei den Auftritten der anderen beiden Finalisten zu und her. Piet Heusser, der im Jungen Theater Winterthur Bühnenerfahrung gesammelt hat, verlas an einem Tisch sitzend den «Bericht aus dem Lande», eine bitterbösen Abrechnung mit Schweizer Eigenheiten vom Berner Sennenhund über den Tunnelbau bis zu Helikoptereltern.

Der Schauspieler Philipp Langenegger machte seine Herkunft zum Programm. In breitem Dialekt berichtete er vom Landleben nahe dem Säntis, dem «Matterhorn des Appenzellerlands». Er schilderte Situationen, wie sie sich im Dorf abspielen und stellte unter Einbezug des Publikums skurrile Szenen nach, wie sie ihm im Stall begegneten. So berichtete er beispielsweise davon, wie sich seine schönste Kuh Soraya mit den Hörern in der Heuraufe verfing, weil ein Nacktwanderer sie erschreckt hatte.

Durch den Finalabend im ausverkauften Schwager Theater führte wie bereits bei den drei Vorrunden Lisa Catena, die Siegerin des 1. Oltner Kabarett-Castings. Die erfolgreiche Satirikerin tourt zur Zeit mit ihrem Programm «Nume nid gsprängt!» durch die Schweiz.

 

 

Philipp Langenegger und Piet Heusser

 

 

Lisa Christ und die Moderatorin Lisa Catena

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Der 3. Castingabend vollständig in der Hand von Kabarettistinnen

Autor : Rainer von Arx – So, 06.05.2018

Heute wird eine Frau gewinnen. Diese Sicherheit war seit Beginn klar. Der dritte Abend bot vier Kabarettistinnen im Wettbewerb und sowie die überzeugende Moderatorin Lisa Catena.

Lisa Catena Lisa Christ

Nach der Einstiegsmoderation und der kurzen Vorstellungsrunde eröffnete die Lokalmatadorin Lisa Christ den Abend. Im Storytelling und performten Texten befasste sie sich mit ihrer Entwicklung als Jugendliche und Frau, sinnierte über das Älterwerden, behütet sein und übers erfüllen oder brechen von Idealen und Konventionen.

Sina Hirzberger war das zweite Mal beim Casting und führte durch Entwirrungen. Von der Sozialanthropologie ging es über die Arbeit im Service zum Büroyoga. Die junge Thunerin bewies dabei, dass sie nicht nur textlich sondern auch sportlich überzeugen kann.

Sina Hirzberger Rebekka Lindauer

Vom Büro gings bei Rebekka Lindauer in die Welt der Kinder. Wie kann man sich als Kollegin verhalten, wenn man von jungen Familien umzingelt ist, wie kann aus Kindern etwas anständiges werden und wie „metzget“ sich die selbsterklärte Viandin das Leben? Ihr Song über Banker lieferte dazu eine weitere satirische Note.

Als letzte Künstlerin vor der Pause kam Mirjam Pierig in der Rolle als «Miggeli». Als Revoluzzerin bricht Miggeli aus dem tristen Alltag des Altersheims aus und denkt über Gesundheitswahn und das Wettrüsten der Pharmabranche nach.

Mirjam Pierig Abend-Siegerin Lisa Christ

Nach einer langen Pause, entstanden durch intensive Jurydiskussion wie auch tollem Wetter, konnten Mirjam Pierig und Lisa Christ nochmals die Bühne in Beschlag nehmen. Miggeli performte weiter im Thema und rappte über Medikamente, Implantate und die Bedürfnisse von SeniorInnen. Christ knüpfte an den Lebensthemen der jungen Frau an. Sie performte Texte über die perfekten Ferien und das Bedürfnis, dass viele Menschen über Veränderungen im Leben fast missionarisch reden wollen. Ihr Abschlusstext über Muttersein und dass Geburt und der Körper der Frau schlicht «Magic» ist, überzeugte Jury und Publikum und so konnte sie, sehr verdient und stolz, den Abendsieg holen und wird am Finalabend vom 28. Mai wieder auf der Bühne stehen.

Weitere Fotos finden Sie in der Bildergalerie.

Fotos: Dieter Graf

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«Generation Y» gewinnt zweite Vorrunde

Autor : Franziska Monnerat – Sa, 14.04.2018

Am Casting-Abend Ende März nahm Piet Heusser Abschied von seiner Jugend. Ihm winkt nun als zweiter Finalist ein Förderpreis in der Höhe von 10'000 Franken.

Das Leben als 22-Jähriger habe seine Tücken, stellte Piet Heusser fest. In seinem Programm «Vom Ende des Zaubers» machte er sich Gedanken über seine Generation und über seine Jugend. Wird man erwachsen, verändert sich alles. Globi wohnt nicht mehr im Iglu, sondern in der Agglo. Über Briefpost freut man sich nicht mehr, sondern fürchtet sie. Dramaturgisch gekonnt und sprachlich eloquent sinnierte der Winterthurer darüber, wie es wäre, wenn man nochmals von vorne anfangen könnte. Am Ursprung sozusagen, bei der Entstehung des menschlichen Lebens, begann der Text, den Heusser nach der Pause auf Hochdeutsch vortrug. Einem Tagesablauf folgend, von der Geburt in der Morgendämmerung bis zum Tod bei Einbruch der Nacht, schritt er durch die Lebensjahre. Dabei überraschte er immer wieder mit unterwarteten Wendungen und pechschwarzem Humor. Mit seinem satirischen Aufritt sicherte sich Heusser den Einzug ins Finale des 7. Oltner Kabarett-Castings Ende Mai.

Vor ein paar Jahren von Berlin in die Schweiz – oder wie sie scherzhaft präzisierte «fast, nach St. Gallen» zu ihrem Appenzeller Ehemann – zog Lillemor Kausch. Auf der Bühne des Schwager Theaters erzählte Kausch Geschichten aus ihrem Leben, pointiert präsentiert in bester Spoken Word-Manier. Temporeich schilderte die 30-jährige gebürtige Berlinerin etwa, was sie an einem Heiligabend in der Notaufnahme eines Krankenhauses erlebte. Dort empfing sie als Medizinstudentin Patienten mit Platzwunden (wegen «Glühwein und Glatteis»), zu viel Promille («3,1 Promille-Schnalle» stellt neuen Rekord auf) und anderen Problemen (Tochter hat «Besuch von Tante Rosa aus Unterleipzig» und muss aufgeklärt werden). Mit starken Stories, skurriler Situationskomik und überzeugender Performance gelang es Kausch, sich für den Abendfinal zu qualifizieren.

Neben Wort auch auf Musik setzte die zweite weibliche Teilnehmerin des Abends, Klara Winter. Die 54-jährige Baslerin betonte zu Beginn, dass sie als «Neu-, Nachwuchs-, sozusagen Jung-Kabarettistin» auftrete, nicht als Lehrerin. Als solche könne sie sich keine Blösse geben. Besserwisserisch zu sein, sei schliesslich eine Berufskrankheit. Als Kabarettistin jedoch suche sie nach Antworten – beispielsweise auf die Frage, was Kabarett überhaupt sei. Winter setzte sich ans Klavier und stimmte ein Lied an, in dem sie sich einer Definition der Kultursparte aus eigener Perspektive annäherte. Neben Selbstironie bewies Winter musikalisches Talent und Sinn für gesellschaftliche Themen, die es kritisch zu hinterfragen gilt. Als Abschluss ihrer Darbietung ehrte sie Google in einem Gebet als «allumfassende Quelle der Wahrheit» mit gefalteten Händen und demütig nach oben gerichtetem Blick.

Das Augenmerk auf kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten legte Jochen Schaible, der vierte Kandidat des Abends. Aufgewachsen in der Nähe von Nürnberg, lebt er seit rund zehn Jahren in der Schweiz. In seinem Programm «Schweizer Franken» verglich der 42-Jährige seine alte und neue Heimat. Beide Orte seien als «Hot Spots der Ausgelassenheit» bekannt und die Männer würden als «Meister beim Flirten» gelten, so Schaible augenzwinkernd. Mit bildhaften Beispielen veranschaulichte er die «nach innen gerichtete Lebensfreude» von Franken und Schweizern. Die Lacher hatte Schaible besonders dann auf seiner Seite, wenn er absurde Alltagssituationen schilderte, in denen ihm als Deutscher der Dialekt zum Verhängnis wurde. Er berichtete beispielsweise davon, wie er in einer Bäckerei vermeintlich akzentfrei «Bröteli» bestellte und so die Verkäuferinnen zum «giigele» brachte oder wie er die im Migros-Clubschule-Kurs «Schweizerdeutsch konkret» erlangten Kenntnisse beim nächsten Grenzübertritt hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit überprüfte.

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Fotos: Dieter Graf 

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Vier Goofe, ein Sieg

Autor : Franziska Monnerat – Mi, 28.02.2018

Am Dienstag, den 27. Februar 2018, ging im Schwager Theater der erste Abend des 7. Oltner Kabarett-Castings über die Bühne. Am Ende stand mit Philipp Langenegger der erste Finalist fest.

Mit seinem Programm «Highmattliches» nahm der vierfache Vater Philipp Langenegger das Publikum mit ins Appenzellerland, berichtete aber auch von seiner wilden Zeit in Berlin, wo er als Schauspieler tätig war. Wortgewandt, mit ausdrucksstarker Mimik und spontaner Interaktion vermochte er sowohl Publikum als auch Fachjury von seinem Potential als Kabarettist zu überzeugen.

Philipp Langenegger Arianna Camani

Gegen ihn trat Arianna Camani an, die ihre Pedalharfe aus dem Tessin mitgebracht hatte. In – wie sie selbst zu Beginn bei der Vorstellrunde sagte – «geheimer Mission unterwegs», versuche sie die Welt mit Musik zu retten. Auf einer Zeitreise veranschaulichte Camani auf spielerische Art die Qualitäten ihres 47-saitigen Instruments. So erzählte sie etwa vom Alten Ägypten, wo der Harfe heilsame Kräfte zugesprochen wurden und verglich Roger Federers Tennisracket mit einer «Doppelharfe», die für seinen sportlichen Erfolg verantwortlich sei.

Mit einer Kette aus Filzkugeln in allen Regenbogenfarben um den Hals und bunten Kleidern am Körper gab Martina Hügi einen satirischen Einblick in ihre Tätigkeit als Primarlehrerin. Im Gegensatz zu Finanzverwaltern arbeite sie statt mit Vermögen mit Unvermögen, mit Defiziten habe sie jedoch gleichermassen zu tun. Das Glück – so Hügi – finde sie weder im Beruf noch in einer Beziehung. Nach einer Standortbestimmung zeigte die junge Thurgauerin dem Publikum mithilfe eines Fragebogens ungeschont auf, woran sich erkennen lasse, ob eine Ehe noch funktioniere oder nicht.

Martina Hügi Pascal Franke

Der vierte Künstler des Abends, Pascal Franke, setzte auf musikalisches Kabarett, indem er zwei Lieder vortrug und sich dabei selbst am Klavier begleitete. Sein Liebeslied «Am Strand» bestach genauso wie das zweite Stück mit bildhafter Sprache, schwarzem Humor und überraschenden Wendungen.

Charmant und gut gelaunt durch den Abend führte Lisa Catena, die Gewinnerin des 1. Oltner Kabarett-Castings.

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Fotos: Dieter Graf

 

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Was macht eigentlich… ?

Autor : Edy Müller – Mo, 16.10.2017

Diese Frage ist in einigen Zeitschriften eine Rubrik, in der ehemals (mehr oder weniger) Prominente für ein paar Zeilen aus der Versenkung geholt werden. Hier möchte ich jedoch in loser Folge über Projekte von ehemaligen Teilnehmern des Oltner Kabarett-Castings berichten. Dabei sollen nicht nur die bisherigen Sieger Erwähnung finden. Auch viele der Newcomer, die den Förderpreis nicht gewinnen konnten, haben gezeigt, dass sie Potenzial haben. Und viele haben das genutzt und auf eigene Faust ein Programm realisiert.

Aus aktuellem Anlass starte ich trotzdem mit einem Sieger: Christoph Simon, der Sieger des 3. Kabarett-Castings 2014, erhält 2018 den «Salzburger Stier». Aktuell ist er mit seinem Programm «Zweite Chance» unterwegs. Im März 2018 wird er mit seinem neuen Programm «Der Richtige für fast alles» Premiere feiern. Parallel dazu ist er mit anderen Casting-Siegern mit dem Stück «Die Sieger» zu sehen. Unter anderem am 1. Dezember in Olten im Schwager Theater, da wo die Casting-Sieger gekürt wurden.


Mike Baader, Finalist 2017, hat sein Programm «Vollzyt-Chaot» ausgebaut. Der Berner Radiomoderator und Nachwuchskabarettist feiert am 21. Oktober die Premiere seines ersten Programmes im Schwager Theater. Am 29. Oktober ist er dann im Berner La Cappella zu sehen.

Ágota Dimén war beim 5. Casting dabei und hat inzwischen ihr erstes Comedy-Programm geschrieben: «Sensation! Korn findet Huhn» (28.10.2017 im Theater Winkelwiese, Zürich). Die meisten kennen Sie wohl aus dem Fernsehen. Seit Anfang 2017 ist sie als transilvanischer Sidekick Teil der Sendung «Deville Late Night». Bei «Deville» führt Patrick Karpiczenko Regie und fungiert als Headwriter. Auch er ist für regelmässige Besucher des Castings kein Unbekannter: im 4. Casting-Jahr war er als Newcomer auf der Bühne zu sehen.

Das Duo «Bastler & Grautier» war schon zweimal am Casting zu sehen: 2015 und 2016. Beim zweiten Anlauf hat es für einen Finalplatz gereicht. Auch sie haben ein Programm – «chli BREIT» –, mit dem sie unterwegs sind, z.B. am 21.10.2017 in Burgdorf und tags darauf in Zürich.

Es gibt noch diverse weitere Casting-Teilnehmer, die auf Bühnen zu sehen sind.
Daher gilt für diesen Beitrag: Fortsetzung folgt…

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Der Sieger des 6. Castings steht fest

Autor : Edy Müller – Mi, 17.05.2017

Gestern fand das Finale des 6. Oltner Kabarett-Castings statt. Nachdem im letzten Jahr mit 9 Volt Nelly ein Damen-Duo den Förderpreis gewann, konnte diesmal ein Mann Publikum und Fachjury am besten von seinem Potenzial überzeugen.

Es war gestern keine klare Sache. Alle drei Finalisten zeigten, dass sie etwas können. Da sie völlig unterschiedliche Stile des Kabaretts zeigten, war es nicht leicht, sich für einen Act zu entscheiden.

Den Abend eröffnete nach einer Einführung der Moderatoren Phibi Reichling und Richi Küttel der Berner Mike Baader mit seinem Programm «Vollzyt-Chaot». Er kämpfte am Telefon mit den Tücken einer Mietwagenreservation und berichtete von einem Arztbesuch. Dem Arzt macht nur eines Sorge: Mikes ganzer Körper…

Mike Baader Paula Zinner


Als einzige Frau unter den Finalisten ging Paula Zinner als Zweite an den Start. Wie bereits in der Vorrunde zeigte sie ihre Figur, die auf der Suche nach einem neuen Job ist. Diese Figur, welche sich «in Casablanca, dieser grauen und tristen Stadt, sehr gut ins Stadtbild einfügen kann».

Der Dritte im Bunde war Jakob Heymann, welcher der Technik trotzte und das Mikrofon mit Hang zum Wackelkontakt sehr vorsichtig bewegte. Der Mann mit der Mütze bot oft musikalische Darbietungen über Gott und die Welt und überhaupt.

Jakob Heymann Kurz vor der Bekanntgabe des Gewinners.


Er war es auch, welcher in der Gunst der Jury und dem Publikum schlussendlich die Nase vorne hatte. Als Gewinner des Castings erhält er nun einen Förderpreis über 10'000 Franken, ein Jahr lang Unterstützung durch einen Coach und einen Auftritt an der «Sprungfeder» an den Kabarett-Tagen 2018. Und ausserdem durfte er das «Maskottchen» des Castings mit nach Hause nehmen: einen pinken Regiestuhl.

Weitere Bilder finden Sie in der Galerie.
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Im nächsten Jahr findet bereits das 7. Oltner Kabarett-Casting statt.
Newcomer können sich bereits jetzt bewerben: zum Anmeldeformular.


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Fotos: Dieter Graf

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«Quoten-Mann» schaffts ins Final

Autor : Edy Müller – So, 09.04.2017

In der Vorstellungsrunde bezeichnete sich Jakob Heymann selbst als «Quoten-Mann» des heutigen Abends – und in der Folge setzte er sich gegen seine drei Mitbewerberinnen durch.

Mit seinem Programm mit Musik (live und ab Konserve) bot er eine Vorstellung, die in Inhalt und Form ständig wechselte. So könne er das Publikum einschätzen und entsprechend reagieren. Nach einem Song über Jesus meinte er, das Publikum sei anspruchsvoll, «da muss härteres her».


Jakob Heymann  Sina Hitzberger

Etwas ruhiger war die Vorstellung von Sina Hitzberger, die es wie Heymann in den Abend-Final schaffte. Die Sozialanthroposophiestudentin – angeblich nicht freiwillig am Casting («Ich habe eine Wette verloren») – schilderte ihre Beziehung zu dem Mann, mit dem sie die intensivsten Gespräche führt: ihren Berufsberater. Die Tanzeinlage vor dem Praktikumskaffeeautomaten brachte aber auch noch Action auf die Bühne.

Die Bayerin Franzi Riedinger bot uns Schweizern eine Einführung in das bayrische Kulturgut, inklusive Jodel-Schule mit dem Publikum, welches «nicht intelligent ausschaut, aber ehrlich». Zu ihrem Akkordeon-Spiel meinte sie, «wenn ich falsch spiele, stellt euch halt was anderes vor.»

Franzi Riedinger 


Auch die vierte Kandidatin kam an dieser musikalischen Vorrunde nicht ohne Instrument auf die Bühne. Am und neben dem Klavier gab es von Lisa Brunner zu hören. Mit zehn Jahren Erfahrung mit dem Kinderchor gab es genügend Stoff.

Phibi Reichling

Nachdem Phibi Reichling die Moderation des zweiten Abends seinem Kollegen Richi Küttel überlassen hat, führte er wieder durch diesen dritten und letzten Vorrunden-Abend.

Weitere Bilder finden Sie in der Galerie.
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Der Final findet am Dienstag, 16. Mai, während der 30. Oltner Kabarett-Tage statt.
Mit dabei sind Mike Baader, Paula Zinner und Jakob Heymann sowie das Moderatoren-Duo Richi Küttel und Phibi Reichling.

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Fotos: Dieter Graf

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«Quoten-Mann» schaffts ins Final

Autor : Edy Müller – So, 09.04.2017

In der Vorstellungsrunde bezeichnete sich Jakob Heymann selbst als «Quoten-Mann» des heutigen Abends – und in der Folge setzte er sich gegen seine drei Mitbewerberinnen durch.

Mit seinem Programm mit Musik (live und ab Konserve) bot er eine Vorstellung, die in Inhalt und Form ständig wechselte. So könne er das Publikum einschätzen und entsprechend reagieren. Nach einem Song über Jesus meinte er, das Publikum sei anspruchsvoll, «da muss härteres her».


Jakob Heymann  Sina Hitzberger

Etwas ruhiger war die Vorstellung von Sina Hitzberger, die es wie Heymann in den Abend-Final schaffte. Die Sozialanthroposophiestudentin – angeblich nicht freiwillig am Casting («Ich habe eine Wette verloren») – schilderte ihre Beziehung zu dem Mann, mit dem sie die intensivsten Gespräche führt: ihren Berufsberater. Die Tanzeinlage vor dem Praktikumskaffeeautomaten brachte aber auch noch Action auf die Bühne.

Die Bayerin Franzi Riedinger bot uns Schweizern eine Einführung in das bayrische Kulturgut, inklusive Jodel-Schule mit dem Publikum, welches «nicht intelligent ausschaut, aber ehrlich». Zu ihrem Akkordeon-Spiel meinte sie, «wenn ich falsch spiele, stellt euch halt was anderes vor.»

Franzi Riedinger 


Auch die vierte Kandidatin kam an dieser musikalischen Vorrunde nicht ohne Instrument auf die Bühne. Am und neben dem Klavier gab es von Lisa Brunner zu hören. Mit zehn Jahren Erfahrung mit dem Kinderchor gab es genügend Stoff.

Phibi Reichling

Nachdem Phibi Reichling die Moderation des zweiten Abends seinem Kollegen Richi Küttel überlassen hat, führte er wieder durch diesen dritten und letzten Vorrunden-Abend.

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Der Final findet am Dienstag, 16. Mai, während der 30. Oltner Kabarett-Tage statt.
Mit dabei sind Mike Baader, Paula Zinner und Jakob Heymann sowie das Moderatoren-Duo Richi Küttel und Phibi Reichling.

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Fotos: Dieter Graf

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Auf der Suche nach einem Job den Weg ins Final gefunden

Autor : Edy Müller – So, 19.03.2017

Seit letztem Freitag ist die zweite Finalteilnehmerin bekannt: Paula Zinner gewinnt den zweiten Abend, durch den Richi Küttel führte.

Paula Zinner ist – zumindest rein optisch – eine eher farblose Gestalt. Und sie ist auf Jobsuche. Was nicht einfach ist. Auch wegen den vielen RAV-Formularen. Da sie es gut mit Menschen kann, hat sie sich schon mal in der Pathologie beworben…

Paula Zinner   Duo 3er


In den Abendfinal hat es auch das Duo 3er geschafft mit dem Programm «vor demEnd». Grosses Thema ist das Alter und das Vergessen. Spricht man den Titel nun «Vor dem End» oder «Vor-Dement» aus? Das Duo zeigte, dass auch ernste Themen humorvoll angegangen werden können.

Da ihr beim Skifahren eine Schiefertafel auf den Kopf fiel, hatte La Floretteuse einen Spickzettel dabei. Natürlich in Form einer (Jass-)Schiefertafel. Darauf waren unter anderem die 10 Gebote für Mehrverdiener. Sie wurde am Klavier begleitet von Frank Eberle.

La Floretteuse Martina Hügi


Die Vierte im Bunde war Martina Hügi mit dem Programm «Scheitern als Hobby». So wurde der Abend zum «Scheiterbildungsanlass». Hügi zeigt sich als «Ovo-Martina»: «Ich kann es nicht besser, aber länger.»

Weitere Bilder finden Sie in der Galerie.

Richi Küttel 

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Die nächsten Termine:
3. Abend: Freitag, 7. April
Final: Dienstag, 16. Mai

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Fotos: Dieter Graf

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Das Oltner Kabarett-Casting: Die Sieger

Autor : Edy Müller – Mi, 22.02.2017

Ein wichtiges Anliegen der Oltner Kabarett-Tage ist die Förderung neuer Talente. 2008 fand zu ersten Mal der Nachwuchswettbewerb «Sprungfeder» statt. Bei diesem können sich Künstlerinnen und Künstler präsentieren, welche bereits eigene Programme haben, aber noch nicht sehr bekannt sind.

Später wollte man die Förderung ausdehnen auf Newcomer, die noch kein eigenes Programm haben, aber sich im Bereich Kabarett etablieren möchten. So ging im Jahr 2012 das 1. Oltner Kabarett-Casting über die Bühne des Schwager Theaters. Der Erfolg des Castings führte dazu, dass es in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfindet.

Die letztjährigen Gewinnerinnen von «9 Volt Nelly» haben mit Hilfe des Förderpreises ihr Programm «Ich möchte ein Eisberg sein» erstellt, welches sie an der diesjährigen Sprungfeder präsentieren.

Und es gibt auch ein Wiedersehen mit den anderen Casting-Gewinnern: An den 30. Oltner Kabarett-Tagen feiern «Die Sieger» Premiere. Die Casting-Gewinner Lisa Catena, Dominik Muheim, Jan Rutishauser und Christoph Simon stehen gemeinsam auf der Bühne.

In einer Welt, in der Sieger gefeiert werden, hinterfragt das Kabarett-Ensemble in ihrem ersten gemeinsamen Programm, was Gewinnen heisst. Verbale Schlagabtausche, Monologe und poetische Momente, die das Siegen, die Stärke und die Erhabenheit demontieren.

Wer ist ein Sieger, wer ein Verlierer? Was braucht man, um ein Sieger zu werden – ein Sieger in der Gesellschaft, auf der Bühne, im Beziehungsleben der Familie Sieger?

Der eine erzählt vom Siegen beim Brettspiel gegen die eigenen Kinder. Die andere nimmt das Thema auf und beschreibt, warum Bundesräte beim Diplomaten-Schach schlechte Verlierer sind. Und dann ist da noch die Familie Sieger. Endlich auf dem Campingplatz in Ascona angekommen merkt sie, dass sie auf verlorenem Posten steht: Der ihnen zugewiesene Platz ist ihnen bei einem Erdrutsch abhanden gekommen.

Freuen Sie sich auf ein Wiedersehen mit diesen ehemaligen Newcomern!

www.diesieger.ch

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Ein Chaot gewinnt die erste Vorrunde

Autor : Edy Müller – Sa, 18.02.2017

Am Freitag, 17. Februar 2017, fand der erste Abend des 6. Oltner Kabarett-Castings statt. Damit steht der erste Finalist fest: Mike Baader gewann diese erste Vorrunde.

Mike Baader Isabel Meili

Mit seinem Programm «Vollzyt-Chaot» vermochte Mike Baader das Publikum und die Fachjury zu überzeugen. Sprechend und singend berichtete er aus seinem chaotischen Leben. Egal ob beim Einkaufen in der Bahnhofs-Migros am 2. Januar oder beim Versuch, telefonisch eine Ferienbuchung anzupassen – er hatte die Lacher auf seiner Seite.

In den «kleinen Final» des Abends schaffte es nebst Baader auch Isabel Meili mit ihrem Programm «Äfach mol de Schlitte hebe». Die Aargauerin («Ich freue mich hier in meinem Heimatkanton zu spielen.») wusste blumig aus ihrer Zeit in Wien zu berichten; von den Tücken einer Kaffee-Bestellung und von der legendären «Begeisterungsfähigkeit» der Wiener.

Musikalisch war der Auftritt von Bella Fahrny. Mit Gitarre und Gesang widmete sie sich dem Themenkreis «Männer/Frauen». Im Neandertal und in der Neuzeit ist «der Mann ein interessantes Gewächs». Und die typische Fussballerfrau erst…

 Bella Fahrny Schnuder Brächli


Der vierte Teilnehmer war ein halbes Duo: «Schnuder Brächli». Da Schnuder verhindert war, kam Brächli alleine auf die Bühne mit ihren Märchen für Erwachsene: zum Beispiel dem Märchen mit dem Wolf und dem Enkeltrick. Während Schnuder virtuell im Bilderrahmen seinen Teil des Auftritts bestritt, kämpfte Brächli ganz real auf der Bühne mit den Tücken der Technik.

Durch den Abend führte souverän der Slam Poet Phibi Reichling.

Phibi Reichling 

Weitere Bilder finden Sie in der Galerie.

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Die nächsten Casting-Termine (jeweils um 20 Uhr im Schwager Theater):
2. Abend: Freitag, 17. März
3. Abend: Freitag, 7. April
Final: Dienstag, 16. Mai

Infos und Tickets gibt es unter www.kabarett-casting.ch

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Fotos: Edy Müller